Seit vielen vielen Jahren stand ich nun zum ersten Mal wieder auf Skiern. Gar nicht so einfach, beide Beine unter Kontrolle zu bekommen. Aber nach etwa einer Stunde war ich ganz gut eingefahren. Hoch oben auf dem Berg war es ganz schön windig, ansonsten gab es immer mal wieder Wolken bzw. dichten Nebel, so dass man nicht weiter als 5m sehen konnte. Nach unser ausgiebigen Mittagspause in der Hütte schien dann aber wieder die Sonne.
Es hat auf jeden Fall einen Riesen-Spaß gemacht und abends waren wir ordentlich kaputt. Ich war total begeistert von unserer Unterkunft. Alles aus Holz, zwei große Kamine und überall in den Zimmern und Bädern Heizungen! Das war Luxus ;-)
Im Tal: Überall hübsche kleine Holzhütten
Nächster Tag: Diesmal haben wir die Ausrüstung im Tal ausgeliehen. Da gab es auch Skihosen zu leihen und damit konnten Dorothee und ich dann ganz ohne Bedenken Snowboarden. Jetzt wo ich den direkten Vergleich habe, kann ich sagen dass es mir mit dem Snowboard sehr viel mehr Spaß macht, hab mich auch gleich viel wohler gefühlt ;-) Insbesondere die längere Fahrt bis ins Tal fand ich klasse.
Leider dauerte der Spaß nur bis zur Mittagszeit an, denn dann hatte Peter einen Unfall. Er ist nach einem Sprung irgendwie dumm aufgekommen und hat sich dabei das Bein gebrochen. Zum Glück kam sofort Hilfe von dem chilenischen Notdienst. Zum Unglück hatte Peter schon letzte Woche großes Pech gehabt und ist in Santiago beklaut worden, sodass er nun weder Ausweis zur Identifikation noch EC-Karten oder genügend Geld um den Rettungswagen zu bezahlen dabei hatte. Aber irgendwie haben wir es dann geschafft alles nötige zu regeln und Peter war sehr tapfer. Als Medizinstudent wusste er auch sofort, dass er sich den äußeren Wadenknochen gebrochen hatte und wie er wahrscheinlich behandelt werden würde.
So hatte unser Ski-Ausflug leider kein schönes Ende. Vorhin habe ich mit Peter telefoniert, morgen wird er operiert und nächste Woche ist er wieder einsatzbereit, wenn auch mit Gehhilfen.
Positiv in Erinnerung an der ganzen Sache bleibt mir, dass die Chilenen sehr entgegenkommend waren und versucht haben uns so gut wie möglich zu helfen. Dem Peter wünsch ich gute Besserung und hoffe, dass er mit Eintreffen des Frühlings wieder fit und munter ist und noch auf vielen Wandertouren das Land erkunden kann.
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