Vorhin saß ich gemütlich in der Sonne auf einer Wiese neben dem kleinen Ententeich auf dem Uni-Campus, als plötzlich die Erde unter mir angefangen hat zu zittern. 3 oder 4 kurze Rücke, vielleicht 7 Sekunden lang, dann war es auch schon wieder vorbei. Das heftigste Erdbeben dass ich je erlebt habe! Die vielen chilenischen Familien die ringsherum mit ihren Kindern im Park gespielt haben hat das gar nicht beeindruckt, aber ich hab mich ganz schön erschrocken. Da hat man mir mal wieder sehr deutlich angemerkt, dass ich Ausländerin bin ;-)
Als ich mich später mit chilenischen Freunden getroffen habe, hab ich natürlich ganz aufgeregt davon erzählt. Sie haben mir dann lachend erklärt dass das nach chilenischer Einschätzung noch lange kein Erdbeben (terremoto) war, sondern nur ein schwaches Zittern (temblor). Aber alle haben es diesmal gespürt. Grad hab ich mich mit Julia noch darüber unterhalten, sie wohnt im 4. Stock und das ganze Gebäude hat ein wenig gewackelt. Welche Stärke es in der Richterskala hatte, werden wir dann in den nächsten Tagen erfahren.
Erdbeben kann man nach heutigem Stand der Technik nicht genau vorhersagen, dass ist schon ein bisschen unheimlich. Das stärkste je aufgezeichnete Erdbeben fand übrigens im Mai 1960 in Valdivia, Chile, statt - ca. 400km von hier.
Sonntag, 23. November 2008
Dienstag, 4. November 2008
Pucón - Vulkane, Seen und Abenteuer
Dieses Jahr wurde der Reformationstag offiziell in Chile eingeführt, wodurch wir am Freitag frei bekommen haben und sich eine hervorragende Reisemöglichkeit aufgetan hat :-)
Mit Johanna und Christine bin ich Freitag früh nach PUCÓN gefahren, 6h Busfahrt gen Süden. Die Stadt ist wegen ihrer wunderschönen Lage am Fuße eines schwach aktiven Vulkanes und am Ufer eines riesigen klaren Sees mit lauter Bergen drum herum das absolute Touristenzentrum Nummer 1 innerhalb Chiles. Dafür ist es aber gar nicht so zugebombt mit hässlichen kastenförmigen Hotels wie ich befürchtet habe, eigentlich sind alle Hotels um den See herum im Landhausstil gehalten und sehen recht hübsch aus. Die Innenstadt besteht zu 90% aus Touristenherbergen, Restaurants und Souvenirgeschäften; alles in Holz, sogar jedes Werbe- und Straßenschild. Eine sehr schöne Atmosphäre und zu unserem großen Glück durften wir die Stadt in der ruhigen Nebensaison erleben, denn im Sommer ist dort die Hölle los und das Städtchen quillt vor Touristen über.
Ankunft in Pucón
Am Samstag ist Martín aus Temuco runtergefahren um den Tag mit mir in Pucón zu verbringen. Wir sind dann erst mal durch die Stadt spaziert und haben ganz viel und ganz lecker gegessen :-)

Den Nachmittag haben wir an einem wunderschönen und fast menschenleeren Strand zwischen Púcon und Villarica verbracht
Am Sonntag bin ich mit den Mädels auf eine Ranch rausgefahren und von dort aus hat ein abenteuerlicher Ausritt durch die Berge begonnen.

Unser Bergführer zu Pferd Rodolfo mit seinen Hunden, die uns den ganzen Ausritt begleitet haben
Und unser zweiter Begleiter Miguel, nein, ein echter "Huaso" (chilenischer Cowboy) der zwischendurch immer mal wieder verloren gegangene Kühe und ausgebüchste Pferde zurück zur Ranch getrieben hat.
Oben auf dem Berg
Chilenische Araukarien
Mittagspause in einer Berghütte

Essen im Freien: Es gab frisch Gegrilltes und Rotwein dazu


Am Nachmittag sind wir quer durch einen jahrhunderte alten Urwald geritten bis hin zu einem unberührten See im Herzen des Waldes

Mit Johanna und Christine bin ich Freitag früh nach PUCÓN gefahren, 6h Busfahrt gen Süden. Die Stadt ist wegen ihrer wunderschönen Lage am Fuße eines schwach aktiven Vulkanes und am Ufer eines riesigen klaren Sees mit lauter Bergen drum herum das absolute Touristenzentrum Nummer 1 innerhalb Chiles. Dafür ist es aber gar nicht so zugebombt mit hässlichen kastenförmigen Hotels wie ich befürchtet habe, eigentlich sind alle Hotels um den See herum im Landhausstil gehalten und sehen recht hübsch aus. Die Innenstadt besteht zu 90% aus Touristenherbergen, Restaurants und Souvenirgeschäften; alles in Holz, sogar jedes Werbe- und Straßenschild. Eine sehr schöne Atmosphäre und zu unserem großen Glück durften wir die Stadt in der ruhigen Nebensaison erleben, denn im Sommer ist dort die Hölle los und das Städtchen quillt vor Touristen über.
Grün bedeutet allerdings nicht totale Ruhe, sondern beinhaltet Rauchwolken, ein Brummen und Zischen im Inneren des Vulkans und leichte Erderschütterungen
Den Nachmittag haben wir an einem wunderschönen und fast menschenleeren Strand zwischen Púcon und Villarica verbracht
Unser Bergführer zu Pferd Rodolfo mit seinen Hunden, die uns den ganzen Ausritt begleitet haben
Essen im Freien: Es gab frisch Gegrilltes und Rotwein dazu
Montag morgen haben wir dann nach dem Zusammenpacken gemütlich im Freien gefrühstückt mir Blick auf den schneebedeckten, rauchenden Vulkan. Dann ging plötzlich ein lauter Alarm los und wir dachten für einen Moment, es gäbe gleich einen Ausbruch. Aber wie sich herausstellte war es nur Feuerwehr. Ein aufregender Kurzurlaub!
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