Vorhin saß ich gemütlich in der Sonne auf einer Wiese neben dem kleinen Ententeich auf dem Uni-Campus, als plötzlich die Erde unter mir angefangen hat zu zittern. 3 oder 4 kurze Rücke, vielleicht 7 Sekunden lang, dann war es auch schon wieder vorbei. Das heftigste Erdbeben dass ich je erlebt habe! Die vielen chilenischen Familien die ringsherum mit ihren Kindern im Park gespielt haben hat das gar nicht beeindruckt, aber ich hab mich ganz schön erschrocken. Da hat man mir mal wieder sehr deutlich angemerkt, dass ich Ausländerin bin ;-)
Als ich mich später mit chilenischen Freunden getroffen habe, hab ich natürlich ganz aufgeregt davon erzählt. Sie haben mir dann lachend erklärt dass das nach chilenischer Einschätzung noch lange kein Erdbeben (terremoto) war, sondern nur ein schwaches Zittern (temblor). Aber alle haben es diesmal gespürt. Grad hab ich mich mit Julia noch darüber unterhalten, sie wohnt im 4. Stock und das ganze Gebäude hat ein wenig gewackelt. Welche Stärke es in der Richterskala hatte, werden wir dann in den nächsten Tagen erfahren.
Erdbeben kann man nach heutigem Stand der Technik nicht genau vorhersagen, dass ist schon ein bisschen unheimlich. Das stärkste je aufgezeichnete Erdbeben fand übrigens im Mai 1960 in Valdivia, Chile, statt - ca. 400km von hier.
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